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Schulsozialarbeit an der Volksschule Memmingen-Amendingen

Schulsozialarbeit an Schulen ist eine besonders intensive Form der Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Schule. Sie soll junge Menschen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung unterstützen und fördern. Auch bei schwierigen sozialen und familiären Verhältnissen soll dadurch die Chance junger Menschen auf eine eigenverantwortliche und sozialverträgliche Lebensgestaltung verbessert werden. Der soziale und familiäre Hintergrund junger Menschen, sowie eine positive Persönlichkeitsentwicklung sind  wesendlich mitentscheidend für den schulischen Erfolg. Durch eine sinnvolle Ergänzung und enge Verknüpfung von Jugendhilfe und Schule sollen deshalb die Chancen junger Menschen verbessert werden.

Die Schulsozialarbeit wendet sich deshalb an SchülerInnen

  • die Verhaltensauffälligkeiten zeigen, z.B. gehäuftes Schule schwänzen,
  • die wegen ihrer individuellen oder sozialen Schwierigkeiten voraussichtlich keine Ausbildungsstelle finden,
  • aus Zuwandererfamilien, deren Integration erschwert ist,
  • mit erhöhtem Aggressionspotential und Gewaltbereitschaft,
  • mit Versagens- und Schulängsten,
  • mit mangelndem Selbstwertgefühl usw.

Die Schulsozialarbeit an der VS Amendingen wurde ab März 2002 ausgebaut. Sie  wird gefördert und finanziert von der Stadt Memmingen in Kooperation mit dem Träger SKM.

Die Schulsozialarbeit arbeitet vorwiegend mit den Methoden der Einzelfallhilfe und der sozialen Gruppenarbeit. Der Sozialarbeiter versteht sich im Beratungsprozess als Gesprächspartner des Ratsuchenden (Schüler, Eltern, Lehrer) und erarbeitet mit ihm alternative Lösungsmöglichkeiten. Die Gespräche haben zum Ziel, den Ratsuchenden nicht isoliert zu “behandeln“, sondern immer auch die am Konfliktfeld beteiligten Personen mit einzubeziehen.

Angebote der Schulsozialarbeit an der VS Amendingen:

Einzelfallhilfe

  • Schülerberatung bei persönlichen Problemen und Schulschwierigkeiten
  • Beratung der Eltern zu Fragen der Erziehung und Entwicklung in den verschiedenen Lebensabschnitten ihrer Kinder
  • Beratung der LehrerInnen zum Verhalten von Problemschülern
  • Vermittlung in Konfliktsituationen
  • Unterstützung von Schülern bei der Berufsfindung

Soziale Gruppenarbeit

  • Mädchengruppe
  • Krisenintervention in Klassen
  • Themenspezifische Angebote im Unterricht, z.B. Mobbing, Verbesserung des Klassenklimas
  • Beratung und Unterstützung der Schülermitverwaltung (SMV) in Zusammenarbeit mit der Vertrauenslehrerin
  • Exkursionen, Wandertage, auch mit erlebnispädagogischen Aktivitäten

Projektarbeit

  • Mitarbeit bei Projekten im Bereich Gesundheitsförderung/ Suchtprävention
  • Gewaltprävention
  • Mitwirken bei der Ausbildung der Buddys
  • Mitwirken bei der Ausbildung und Begleitung der Streitschlichter

Kooperation in der Schule

  • Aktive Teilnahme an Konferenzen und Besprechungen
  • Kontinuierliche Kooperation mit den Lehrkräften
  • Gemeinsame Projekte in den Klassen und Arbeitsgemeinschaften

Vernetzung

Zusammenarbeit mit allen für die schulische und sozialpädagogische Arbeit relevanten Personen bei Behörden, Institutionen und Beratungsstellen.

Christine Lindner

Dipl. Pädagogin